wenn zuschauer plötzlich kunden werden

Twitch Partner: Wenn Zuschauer plötzlich Kunden werden

Twitch Partner wie Gnu, MontanaBlack, Knossi, Hänno, Shurjoka, JenNyan oder DieDoni haben allesamt einmal als Affiliate angefangen. Zuschauerzahlen im zweistelligen Bereich haben das Streamen noch als ein spaßiges Hobby erscheinen lassen. Manche erreichen einen kometenhaften Aufstieg, andere erarbeiten sich eifrig den Weg zur Twitch Partnerschaft. Wenn Zuschauer plötzlich zu Kunden werden…

Schleichender Übergang fast unbemerkt

Ich frage mich, ob Streamer in der Größenordnung wie Knossi, MontanaBlack, Hänno oder Gnu sich überhaupt noch an die Zeiten erinnern können, als Zuschauer eher als kleiner Fankreis angesehen wurden und noch nicht die Grundlage für den Lebensunterhalt darstellten? Haben sie den Übergang zwischen Zuschauer zu Kunden wahrgenommen?

jennyan

Bald ist es genau ein Jahr her, da feierte JenNyan mit Soft Roleplay auf dem Server Rustplatz ihren großen, kometenhaften Aufstieg auf Twitch. Ihre unglaublich sympathische Art, ihre Herzlichkeit sowie freches Mundwerk kommt nicht nur bei den Zuschauern sehr gut an, sondern auch bei vielen kollegialen Streamern. Von solch einen Aufstieg träumen tausende Streamer, nur wenige haben das Glück sowie eine ordentliche Portion individueller Ausstrahlung.

Als ein Twitch Affiliate Streamer setzt man sich vor die Kamera und hat einfach seinen Spaß mit der Unterhaltung der 1-60 Zuschauern. Im Hinterkopf schwebt vielleicht der Traum, irgendwann den Partnerstatus zu erreichen, jedoch sind die Einnahmen bislang ein nettes Taschengeld. Diese Streamer sind von den Einnahmen größtenteils nicht angewiesen und haben zum Teil noch wesentlich engere Beziehungen zu ihren Zuschauern als die Twitch Partner.

Wie im Fall JenNyan, kann es durchaus mal sehr schnell gehen, dass die Zuschauer plötzlich nicht mehr rein nur Leute sind, die einem beim Hobby zuschauen, sondern plötzlich nehmen sie die Form des Kunden an.

Der Unterschied zwischen Zuschauer und Kunde

Entscheidet sich ein Twitch Partner die Streaming Plattform zur Haupteinnahmequelle des Lebensunterhaltes zu fokussieren, verwandelt sich ein Großteil der Zuschauer in sogenannte Kunden. Der Streamer ist fortan davon abhängig, ob die Zuschauer monatlich in Subs, Donations oder Bits investieren.

Erste Firmen melden sich, die Produkte anbieten, an denen Streamer prozentual bei jedem Verkauf mitverdienen. Auch hiermit rücken wieder die Zuschauer als Kunden in den Fokus, um neben den üblichen Methoden auch noch weitere Einnahmequellen zu generieren.

Warum dieser Vergleich zwischen Zuschauer und Kunde? Immer wieder stelle ich fest, dass doch recht vielen Zuschauern dieser Unterschied nicht bewusst ist. Das Streamen wird von einigen Zuschauern in der heutigen Zeit immer noch nicht als ein Beruf angesehen, durch den man seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Immer wieder treten Pöpeleien auf und die Arbeit der Content Creatoren wird beschimpft sowie niedergemacht. Einigen Zuschauern ist leider immer noch nicht bewusst, dass ein Streamer ab einer gewissen Größe tägliches Unterhaltungsprogramm liefert, wofür man eben, wie im Kino oder Theater, Eintrittsgeld bezahlt. Die häusliche Privatveranstaltung ist auf eine öffentliche Bühne gewechselt.

Je größer ein Twitch Partner, desto mehr Shitstorm

Die stetig wachsende Reichweite eines Streamers ist finanziell eine Absicherung, allerdings emotional nicht immer einfach. Hierbei befinden sich die Twitch Partner sicherlich durchaus in der Zwickmühle, wenn man auf der einen Seite keine Zuschauer verärgern möchte, da sie schließlich den Kundenstamm darstellen, aber man innerlich manchmal förmlich platzt, wenn man die vielen dummen* Kommentare unter den eigenen Beiträgen in den sozialen Netzwerken sieht. Entweder werden Beiträge dann ignoriert, was eigentlich die beste Variante darstellt oder man muss schon wohlüberlegt eine passende Antwort formulieren.

*Zitat aus dem Film Forrest Gump:”Mama sagt: Dumm ist der, der Dummes tut”

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

JenNyan hat auf Grund dessen, nun aktuell die Kommentarfunktion auf TikTok gesperrt. Das sind die Schattenseiten des Wachstums und es ist sehr traurig, dass es so viele Leute im Internet gibt, die beim Texten kein Schamgefühl entwickeln und Kommentare heraushauen, die von jeglichem Menschenverstand stark abweichen. Über das Verhalten mancher Zuschauer hatte ich auch bereits schon ein Interview mit Jen geführt.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Im Vergleich zu Jen gehört Jasmin alias Gnu bereits zu den erfahrenen Hasen bei den Twitch Partnern. Es ist selten, dass sie auf negative Kommentare reagiert, da sie diese meistens erfolgreich mit Ignoranz abstraft. Allerdings gibt es irgendwann auch bei ihr Grenzen, die manchmal überschritten werden.

Mit den Zuschauern auf dem Weg zur Twitch Bubble

Immer wieder beobachte ich, dass neue Twitch Partner den Weg in sogenannte Bubbles suchen. Bubbles bezeichne ich Twitch Partner, die bereits eine gewisse Größe (>500) an Zuschauerzahlen erreicht haben. Hierbei sind untereinander zwischen den Streamern bereits freundschaftliche Verbindungen entstanden, so dass diese gemeinsam Projekte planen oder Multiplayer spielen.

Gnu hat ihre eigene Bubble mit HandOfBlood alias Hänno & Co gefunden. Diese humorvolle und tolle Zusammenarbeit hilft allen Beteiligten im Wachstum, Gewinnung neuer Werbepartner sowie den Erhalt von interessanten Projektarbeiten.

Pia alias Shurjoka ist in die gleiche Bubble vorgestoßen. Bereits vor ihrem Umzug aus Österreich nach Berlin hatte sie schon einen sehr freundschaftlichen Kontakt zu Kalle, Hänno und Co aufgebaut.

JenNyan ist auf einem sehr guten Weg in größere Bubbles vorzustoßen, wobei sie mit Torro, Patiiiii und Sukidingels ihre eigens entwickelte Bubble bereits hat. Mit immer mehr Streamern schließt sie neue Freundschaften, wie zum Beispiel LaraLoft oder auch Tinkerleo. Vielleicht ja sogar bald einmal mit jemand wie Kalle, Shurjoka und Gnu?

Die Aida der Twitch Partner

Bemerkenswert finde hierbei immer wieder, dass man so gut wie nie bei den Streamer Bubbles einen großen Konkurrenzkampf feststellen kann, da gegenseitige Raids eh kaum neue Zuschauer bringen. Man versammelt sich eher auf einer Twitch Aida und tauscht beim gemeinsamen Hochsee Shippern Erfahrungen und Kontakte aus.

Die Zusammenarbeit mit anderen, bekannten Streamern ist eher hilfreich um die eigene Marke, den eigenen Twitch Kanal auf der Streaming Plattform zu verbreiten. Dies ist das beste Mittel um die eigenen Zuschauer zu halten und das Wachstum einfacher zu gestalten. Gemeinsame Projekte unter Streamern wecken immer wieder das große Interesse der Zuschauer sowie potentielle neue Follower.

Gnu, Hänno, Kalle, LaraLoft, Tinkerleo und Shurjoka befinden sich bereits auf der Aida, JenNyan marschiert gerade mit ihrem rosa Koffer auf dem Gangway zum Schiff und Streamerin DieDoni steht bereits am Tickethäusschen.

DieDoni kann man vom Mundwerk und Unterhaltungsprogramm durchaus mit Jen vergleichen. Sie hat es inzwischen zur Twitch Partnerin geschafft und ich meine wahrgenommen zu haben, dass sie so langsam auch die Kontakte in einer Bubble angeht. Hierbei bin ich mir sicher, sollte sie durch ein ähnliches Projekt wie Rustplatz in den Fokus kommen, kann der Aufstieg ähnlich schnell gehen.

Einzig Streamer wie Knossi, MontanaBlack und Trymacs haben lieber den Flieger genommen und sind bereits weit voraus.

Das Zuschauer Fazit

An alle Zuschauer und Fans der vielen kleinen, mittleren und großen Streamer, erkennt bitte die Unterschiede. Werdet bewusst, dass es sich bei Twitch um eine Unterhaltungsplattform handelt, auf der viele “Künstler” alias Streamer unglaublich viel Bespassungsprogramm anbieten. Wie im TV, Kino oder Theater erreichen Streamer irgendwann eine Größe, bei der die Auftritte nicht mehr komplett “verschenkt” werden. Sicherlich sind nicht zahlende Zuschauer auch enorm wichtig, damit die Zuschauerzahlen stabil bleiben.

Streamer mit vielen Zuschauern sind über Jahre vom Affiliate zum Twitch Partner gewachsen. Ihr Zuschauer habt vielen Streamern einen Traum erfüllt, dass das ursprüngliche Lieblingshobby zum Beruf geworden ist. Kritik gehört dazu, jedoch sollte sie immer sachlich und nicht persönlich sein.

Wenn ihr einen Streamer nicht ausstehen könnt oder euch kaum zügeln könnt, eine persönlich verletztende Kritik zu schreiben, wechselt lieber den Twitch Kanal. Inzwischen habt ihr auf der Plattform grenzenlose Auswahl an Content Creatoren! Verhaltet euch so, wie ihr es selbst von euren Zuschauern gerne erwarten würdet.

Mit den neuen Twitch Preisen kann man sich entweder als Zuschauer Geld sparen, oder am Ende dann doch mehr Subs an verschiedene Streamer verteilen. Denkt an die Unterstützung der Streamer, die davon leben und sich enorm reinhängen, denkt aber auch an kleinere Streamer, dessen Träume man noch verwirklichen kann.

Hat dir mein Artikel gefallen? Es würde mich sehr freuen, wenn du LikeGames zu deinen Favoriten aufnimmst oder mir einen Follow auf Twitter hinterlässt. In meinem Discord hast du die Möglichkeit dich über Games und Twitch auszutauschen oder sogar neue Artikelthemen vorzuschlagen. Schau vorbei, ich würde mich freuen.

Streamer Vorstellungen

0 0 votes
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen