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Twitch Subs: Neue Preise treffen viele Streamer sehr hart

In vielen Ländern hat Twitch die Preise für Subs drastisch gesenkt. Für die Zuschauer ist dies finanziell eine größere Erleichterung, für Streamer wird das ab dem kommenden Jahr zum Teil ein drastischer Einschnitt. Gronkh hat in einem Twitter Beitrag vorgerechnet, was die neuen Twitch Subs Preise für die Streamer bedeuten.

Was sind Twitch Subs?

Twitch Subs sind sogenannte Subscritpions, sprich ein Abonnement Modell, in dem du als Zuschauer zwischen drei verschiedenen Stufen (Tier 1, Tier 2, Tier 3) auswählen kannst. Diese drei Abo Stufen sind in unterschiedlichen Preisklassen. Kündigst du ein Abo nicht gleich wieder, damit du es monatlich manuell vergeben kannst, wird der Sub (Abo) monatlich bei dir für den jeweiligen Streamer abgebucht.

In meinem Artikel Wie kann man als Twitch Zuschauer einen Streamer unterstützen? habe ich sämtliche, finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten beschrieben und erklärt. Hierbei allerdings noch mit den alten Preismodellen.

Die Preisänderungen

Die Preisanpassung wird von Twitch damit begründet, dass man die Preise den aktuellen Lebensunterhaltskosten der einzelnen Ländern anpassen wird. Der Hintergedanke von Twitch liegt darin, dass Streamer mit niedrigeren Preisen eventuell einfacher ihre Community vergrößern können und somit am Ende einen Mehrgewinn erzielen.

Wie schwierig es oft für kleinere Streamer ist, die eigene Community zu erweitern, dürfte sicherlich ein Großteil von euch Lesern wissen.

In Deutschland als auch Österreich gab es nun eine Preisreduzierung um 20%. Dies bedeutet bei den einfachen Twitch Subs eine Preisveränderung von 4,99 Euro auf 3,99 Euro.

Ein Großteil der Abonnements (Subs) machen bei vielen Streamern auch die kostenlosen Prime Subs aus.

Twitch Ausgleich der Umsatzeinbußen

Über einen Zeitraum von 12 Monaten unterstützt Twitch die Umsatzeinbußen der Streamer mit einem Ausgleichsmodell. Dies ist wie folgt aufgebaut:

  • 1. bis 3. Monat = 100 % des Ausgangswerts
  • 4. bis 6. Monat = 75 % des Ausgangswerts
  • 7. bis 9. Monat = 50 % des Ausgangswerts
  • 10. bis 12. Monat = 25 % des Ausgangswerts

Voraussetzung für den Erhalt der Ausgleichszahlung ist allerdings, dass der Streamer mindestens 85% des Durchschnittwertes an monatlichen Streamstunden der letzten 3 Monate erreicht. Hinzu kommt, dass es einen Ausgleich nur gibt, wenn der Streamer den monatlichen Umsatz der Vormonate mit den neuen Preisen nicht erreicht.

Die Gronkh Berechnung der neuen Twitch Subs

Der bekannte Twitch Streamer Gronkh hat in einem Twitter Beitrag vorgerechnet. was für Auswirkungen die neuen Preise mit sich bringen. Hierbei geht er vom Affiliate Status aus, bei dem Streamer 50% der Subeinnahmen als Vergütung erhalten.

Im nachfolgenden Thread errechnet Gronkh, wieviele neue, zusätzliche Twitch Subs ein Streamer benötigt, damit dieser den bisherigen Umsatz mit den neuen Preisen erhält.

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Welche Auswirkungen hat das neue Preismodell?

Auf der einen Seiten sind die Zuschauer, die sich zum Teil sicherlich über die neuen Preise freuen. Gerade Zuschauer, die monatlich am Existenzminimum leben, können somit schon eher mal einen Sub erwerben. Finanziell stärkere Zuschauer verschenken vielleicht noch eher größere Sub-Bomben, als bislang.

Für Streamer selbst ist die Preissenkung allerdings ein gewaltiger Hammer. Gerade kleinere Streamer trifft es hart, die sich bislang einen schönen Nebenerwerb aufgebaut haben oder vielleicht ihr Arbeitsleben in einen Teilzeitjob ändern konnten. Sollten Zuschauer durch die neuen Preise nicht wesentlich mehr Twitch Subs kaufen, dann könnte dies für viele Streamer bedeuten, dass sie wieder nach neuen Erwerbstätigkeiten sich umschauen müssen.

Die Corona Pandemie Zeit möchte ich an dieser Stelle auch noch erwähnen, was für mich einen schwerwiegenden Faktor hat. Durch Corona sind die Zuschauerzahlen förmlich explodiert. Viele Streamer haben auf Grund von Kurzarbeit auch wesentlich mehr Streamstunden leisten können. Nach Beendigung der Kurzarbeiterzeit werden auch die Streamstunden zurückgehen. Es wird also für manche Streamer vermutlich sehr schwer die Vorgaben zu erfüllen, damit man für die Ausgleichszahlungen bei Twitch berechtigt ist.

Was ist deine Meinung zur Preissenkung? Hinterlasse gerne einen Kommentar unten am Ende des Artikel.

Hat dir mein Artikel gefallen? Es würde mich sehr freuen, wenn du LikeGames zu deinen Favoriten aufnimmst oder mir einen Follow auf Twitter hinterlässt. In meinem Discord hast du die Möglichkeit dich über Games und Twitch auszutauschen oder sogar neue Artikelthemen vorzuschlagen. Schau vorbei, ich würde mich freuen.

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Beatrice Vogt
Beatrice Vogt
1 Monat zuvor

Ein schöner Artikel, allerdings schade, dass Twitch solche Schritte geht. Gerade die Berechnung von Gronkh zeigt, wie viel Geld dadurch als Unterstützung für die Streamer/-innen verloren geht. Für viele wird es vermutlich bedeuten, wieder mehr einer “normalen” Arbeit nachzugehen, um es mal aus dem Volksmund zu zitieren. :/

Gerade da hoffe ich doch auf Änderungen bei der Regierung und vielleicht rückt dann gerade für Streamer/-innen, Blogger/-innen und andere aus diesem Bereich das bedingungslose Grundeinkommen doch in greifbarere Nähe, sodass wir doch wieder bequem dem nachgehen können, was wir auch wirklich mit unserer Zeit tun wollen. Ich drücke uns allen die Daumen, dass sich hier Änderungen ergeben.