Deutscher Computerspielepreis

Der Deutsche Computerspielepreis: Alles nur eine Mogelpackung?

Heftige Diskussionen fanden speziell auf Twitch dieses Jahr zum Deutschen Computerspielepreis 2023 statt. Die Streamerin Shurjoka hat in der Kategorie “Spielerin des Jahres” gewonnen, wie zuvor Gnu als auch HandofBlood. Da ihr Content allerdings nur zu einem kleinen Prozentsatz aus Gaming besteht, wurde dies von vielen Seiten kritisiert, wie z.B. von KuchenTV als auch MontanaBlack88. Hierbei kam allerdings auch ein Detail zum Vorschein, was generell beim “Der Deutsche Computerspielepreis 2023” Fragen aufwirft.

Der Deutsche Computerspielepreis: Die Spieler der letzten Jahre

Mit großer Spannung und Freude verfolgte LikeGamesNews die Preisverleihung im Jahr 2021. Die Streamerin Jasmin alias Gnu wurde nominiert und hat am Ende den Preis als Spielerin des Jahres 2021 gewonnen. Eine nachvollziehbare Nominierung, da sie mit ihrem Gaming Youtube Kanal groß und bekannt wurde. Bis heute besteht ihre primäre Arbeit mit Gaming, eine Leidenschaft, die sie bereits seit der Kindheit verfolgt. In ihrem “Spiegel Bestseller” Buch “Du schaffst das nicht” schrieb sie detailliert davon, wie sie schon früh die Freude und Leidenschaft zum Gaming entwickelt hat.

Im Folgejahr 2022 gewann Maximillian Knabe alias HandOfBlood den Deutschen Computerspielepreis in der Kategorie Spieler des Jahres. Dies ist auch wieder eine nachvollziehbare Nominierung, da auch er mit dem Gaming groß geworden ist. Seit geraumer Zeit unterhält er seine Zuschauer auch mit dem eSport Team Eintracht Spandau, was der League of Legends eSport Szene nochmals ordentlichen Aufwind gegeben hat. Ein leidenschaftlicher Gamer, der auch hier sicherlich nicht unverdient gewonnen hat.

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Bereits im Jahr 2022 war Pia alias Shurjoka für den Deutschen Computerspielepreis nominiert. Ein Jahr später, jetzt im Jahr 2023, wurde sie erneut nominiert und hat den Preis gewonnen. Mit nominiert waren Umut Gültekin, ein erfolgreicher eSportler, Stephan Bliemel alias Steinwallen, der auf seinem Youtube Kanal Games mit historischer Geschichte spielt und seine Zuschauer damit aufklärt, Leon Kirilin als ebenso erfolgreicher eSportler sowie Senioren Zocken, welche die Gaming Welt den älteren Menschen näher bringen. Von allen nominierten Personen hatte Shurjoka eigentlich die wenigstens Argumente in Richtung Gaming. Genau dies wurde nun von vielen Seiten kritisiert, hierbei ging es weniger um die Person selbst, sondern um dem Preis und Definition “Spieler des Jahres“.

Der Deutsche Computerspielepreis: Eine Mogelpackung?

Wer sich nun mal die Preisverleihung der letzten drei Jahre in der Kategorie “Spieler des Jahres” genauer anschaut, der wird ein gewisses Muster feststellen. Dieses Muster wirft große Fragen auf und lässt den Eindruck erwecken, dass sich hinter diesem Preis eine große Mogelpackung versteckt. Warum?

Jasmin alias Gnu, die Gewinnerin aus 2021, ist ein Artist der Management Agentur Instinct3. Mitgründer und Artist der Agentur Instinct3 ist ebenso Maximillian Knabe alias HandOfBlood. Streamer Kalle ist ebenso Artist in der Agentur Instinct3, der Lebenspartner von Shurjoka. Es ist eine kleine, spezielle Bubble, die nun in den vergangenen drei Jahren den Deutschen Computerspielepreis abgesahnt hat. Der Preis selbst ist eher nebensächlich, jedoch ein Faktor, der für das Wachstum weiterer Reichweite sicherlich hilfreich ist. Reichweite, die zumindest in 2023 einen der Nominierten mehr und gerechter geholfen hätte, die sich rein nur mit Gaming beschäftigen.

Bildquelle/Screenshot: Dt. Computerspielepreis

Interessant wird es nun, wenn man auf die Jury 2023 schaut. Darin befindet sich Nadine König, die wiederum für die Agentur Instinct3 arbeitet. Handelt es sich hierbei um einen Zufall? Es wirft allerdings einen deutlich fragwürdigen Schatten auf die Abstimmung, zumal Nadine König sogar Teil der Hauptjury war. Die Nominierten werden von der Jury aufgestellt, über die Gewinner entscheiden am Ende die Zuschauer. Eine nicht sehr schwere Aufgabe für Artisten von Instinct3, da hier eine große Reichweite dahinter steht. Ob hier noch von Fairness zu sprechen ist, muss jeder Leser für sich selbst urteilen.

Die Preisverleihung, speziell 2023, ist daher äußerst fragwürdig. Shurjoka macht für ihren Fankreis sicherlich guten Content und ist auch bekannt als Gamerin, allerdings ist Letzteres nur noch ein Bruchteil ihres Unterhaltungsprogramms. Betrachtet man im Nachhinein die Wahl, so wäre ein verdienterer Sieger der Kategorie “Spieler des Jahres” durchaus Umut Gültekin, Steinwallen oder die Senioren Zocker gewesen.

Wir sind bereits jetzt gespannt, wer nächstes Jahr 2024 für die Kategorie nominiert sein wird. Wieder mindestens ein Artist der Agentur Instinct3?

Quelle & Bildquelle Der Deutsche Computerspielepreis: https://deutscher-computerspielpreis.de/

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