Höhere Werbeeinnahmen für Streamer

Höhere Werbeeinnahmen für Streamer auf der Plattform Twitch

Im neuesten Blog Beitrag vom 14.06.2022 hat Twitch verkündet, dass es zukünftig höhere Werbeeinnahmen für Streamer geben wird. Hierzu werden Änderungen am Werbung-Manager-Tool (Ads Incentive Programm) vorgenommen, wozu man auch mehr Streamer in dieses Werbeprogramm aufnehmen möchte.

Höhere Werbeeinahmen für Streamer: Das Werbung-Manager-Tool (API)

Beim Werbung-Manager-Tool (API) profitieren derzeit teilnehmende Streamer von pauschalen Auszahlungsbeträgen, die im Verhältnis zur Anzeigendichten und Reichweite stehen. Einmal im Monat wird hierzu ein Angebot an die Streamer verschickt. Hierbei sollen sie ein Paket wählen können zwischen 1 Minute, 2 Minuten oder 3 Minuten Werbung pro Stunde. Zusätzlich wird aber im Angebot auch eine Vorgabe erteilt, wieviele Stunden im Monat mindestens gestreamt werden muss.

Bislang sind nur auserwählte Partner-Streamer im Werbung-Manager-Tool (API), was allerdings schon bald wesentlich erweitert werden soll. Ähnlich wie Youtube, will nun Twitch die Streamer am Umsatz der Werbung beteiligen anstatt dem momentanen Auszahlungsprogramm pro 1.000 Einblendungen. In den Blog News werden sogar verlockende Zahlen veröffentlicht. Rund 55% vom Umsatz gehen an den Content Creator. Pre-Roll Werbung soll entfallen, wenn jedoch mindestens drei Minuten Werbung pro Stunde eingeblendet wird.

„Wir arbeiten kontinuierlich daran, weniger aufdringliche Werbeerlebnisse für Zuschauer und Kreatoren hinzuzufügen”

Twitch auf The Verge

Affiliates sollen auch die Möglichkeit bekommen am Werbetool teilzunehmen. Sie erhalten sogar die gleiche Beteiligung von 55% des Werbeumsatzes. Allerdings mit Vorgabe, mindestens drei Minuten pro Stunde Werbung einblenden zu lassen. Dafür wird allerdings die Werbung vor einem Stream deaktiviert, falls ein Affiliate am Werbeprogramm teilnimmt. Ab August 2022 soll die Teilnahme für Affiliates möglich sein.

Die Reaktionen der ersten Twitch Partner

Während einige Streamer riesige Angebote im Tool haben, beklagen sich andere über sogenannte “Witzangebote”. Die Vergütung auf Youtube sei hier wesentlich lukrativer.

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Streamer Dracon hatte im Juni noch Angebote beginnend ab 930$, jetzt inzwischen liegt er mit der Umsatzbeteiligung bei 2.730$ für 2 Minuten Werbung pro Stunde. Staiy dagegen hat ein Angebot über 1.360$ im Monat vorliegen für ebenfalls 2 Minuten pro Stunde.

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Fast 30.000$ im Monat ist die Garantiesumme für Gronkh, wenn er mindestens 3 Minuten Werbung pro Stunde einblendet, ganz egal wieviele Zuschauer er am Ende pro Livestream hat. Damit ist einem am Ende wohl auch egal, wenn einen die 30 Cent Tanknachlass nicht erreichen…

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Im Vergleich hierzu hat Shurjoka eher ein sehr überschauliches Angebot erhalten, was sie als “Frechheit” bezeichnet. Auf Youtube scheint sie wohl für ähnliches Werbevolumen wesentlich mehr zu bekommen.

Höhere Werbeeinahmen für Streamer: Fazit zum Werbeprogramm

Twitch gibt Streamern das Versprechen, dass keine niedrigeren Einnahmen als bisher erzielt werden. Sollte dies dennoch der Fall sein, will man den höheren Betrag auszahlen. Höhere Werbeeinnahmen für Streamer sollen hiermit garantiert sein.

Im Jahr 2021 zahlte Twitch über 950 Millionen Euro Werbeeinnahmen an Streamer aus. Gegenüber dem Jahr 2020 stellt dies eine Verdopplung darf.

Betrachtet man die Sichtweise der Streamer, so klingt die Umsatzbeteiligung an den Werbespots durchaus sehr interessant. Eine Einnahmequelle, mit der sie zukünftig monatlich garantiert rechnen können, je nachdem welches Angebot sie immer annehmen. Neben Subs, Bits, Donations, eigene Werbepartner wird das Twitch Werbeprogramm eine weitere lukrative Quelle.

Aus der Sicht als Zuschauer frage ich mich, ob durch solche Schritte Twitch zukünftig uns mit Werbung überschwemmen wird?! Der Sinn dahinter ist nachvollziehbar, wenn genügend Streamer bei diesem Programm teilnehmen, wird es umso interessanter für Firmen auf der Plattform Werbung zu schalten.

Bislang ist die Werbung noch erträglich, aber wohin führt der Weg? Als Zuschauer kann man bei solch einer Entwicklung eher mal die Frage stellen, ob man große Streamer mit Subs und Subbomben überhaupt noch unterstützt, wenn diese eh durch Werbung ordentlich verdienen. Vielleicht sollte man in Zukunft seine Subs etwas großzügiger auf kleine Streamer verteilen und diese damit fördern. Die großen Streamer verdienen bereits durch unsere Anwesenheit. Hiefür erhalten sie Werbevergütung, Placement Games sowie eigene, lukrative Werbepartner. Am Ende muss es jeder für sich selbst entscheiden, was man zusätzlich zur Werbeflut noch als Sub Investition in einen Livestream haut.

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